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Salve ReginaGeistliche und weltliche Barockmusik mit dem Muffat Ensemble


Kurse 1 bis 1 von 1

Kursnummer Was? Wann? Wo?
T5002 Salve Regina Geistliche und weltliche Barockmusik
Sa., 08.09.2018 20:00 Uhr
Sa., 08.09.2018 20:00 Uhr Niederalteich
  •  Der Kurs ist bereits gelaufen.

Vom italienisch geprägten Frühbarock …

Das Programm beginnt mit Giovanni Gabrielis Canzon Primi Toni à 8 vom Ende des 16. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der - noch sehr von der Renaissance geprägt – die neuen Formen des Frühbarock entstehen. Diese Canzon zeichnet sich aus durch eine sehr repräsentative, klangvolle Doppelchörigkeit.

Mit dem Vers O Salutaris hostia aus einem Gebet Thomas von Aquins zeigen Giovanni Battista Riccio ebenso wie George Jeffreys‘ O Nomen Jesu eine weitere Facette des Frühbarocks: eine ausdrucksstarke Gebetshaltung, von nur wenigen Melodieinstrumenten unterstützt.

… über den Barock am Wiener Hof …

Der angesehene Hof- und Domorganist Kaiser Leopolds I, Alessandro Poglietti, dessen Fugenkunst in eine Reihe mit Frescobaldi und Bach gestellt wird, ist mit einer Sonata à 4 für Streicher vertreten.

… und den bayerischen Barock des ausgehenden 17. Jahrhunderts …

Aus einer dem bayerischen Kurfürsten gewidmeten Sammlung mit geistlichen Werken ist von Georg Christoph Leuttner die Marianische Antiphon Salve Regina zu hören. Mit barocker Ausdruckskraft wird die mittelalterliche Anrufung Mariens gesungen.

Ein umfangreiches Concerto grosso des gebürtigen Münchners, bayerischen Hofmusikanten und späteren württembergischen Oberkapellmeisters Johann Christian Pez zeigt deutlich französischen Einfluß. Dieser ist möglicherweise auf die Begegnung mit dem Münchner Hofcornettisten und Kammerdiener Melchior d’Ardespin zurückzuführen, der bei einigen Opern anderer Komponisten die französische Tanzmusik beigesteuert hat. Am Ende unseres Konzertes ist von d‘Ardespin eine Passacaille und ein Menuet aus einer Oper, die 1690 aufgeführt wurde, zu hören.

1690 kam Georg Muffat von Salzburg nach Passau. Er widmete 1695 seine Sammlung „Florilegium primum“ mit sieben Suiten seinem Dienstherrn, dem Passauer Fürstbischof Johann Philipp Lamberg. Aus dieser Sammlung ist die erste Suite mit dem Titel Eusebia zu hören. Im ausführlichen Vorwort informiert er darüber, dass er „die Französische Art der Teutschen und Welschen einmenge“.

… zum späten Barockzeitalter

Ins 18. Jahrhundert und damit in die Zeit des empfindsamen und galanten Stils weist die Traversflöte, die der Komponist Georg Philipp Telemann in der Sonata à 4 in einer besonderen Besetzung mit zwei Gamben und Basso continuo zusammenbringt.


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